Das Stadion An der Alten Försterei in Berlin-Köpenick ist seit 1920 die Heimat des 1. FC Union Berlin und fasst 22.012 Zuschauer, davon 18.395 auf Stehplätzen. Damit ist es das größte reine Fußballstadion Berlins und eines der stehplatzreichsten der Bundesliga. Die Saison 2026/27 ist eine der letzten im alten Zuschnitt: Ab Januar 2028 zieht Union für rund 18 Monate ins Olympiastadion, danach soll die Alte Försterei 34.500 Fans fassen.
Stadion An der Alten Försterei: Daten und Fakten
| Verein | 1. FC Union Berlin (Bundesliga) |
| Kapazität | 22.012, davon 18.395 Stehplätze und 3.617 Sitzplätze |
| Eröffnung | 7. August 1920 |
| Umbauten | Flutlicht 2000, Sanierung und Überdachung der Stehränge 2008/09, neue Haupttribüne 2012/13 |
| Geplanter Ausbau | auf 34.500 Plätze (rund 18.800 Steh-, 15.700 Sitzplätze), Kosten rund 190 Millionen Euro |
| Eigentümer | Grundstück im Besitz des 1. FC Union, Betrieb durch die Stadionbetriebs AG |
| Adresse | An der Wuhlheide 263, 12555 Berlin |
Warum heißt das Stadion Alte Försterei? Den Namen gab ein altes Forsthaus direkt neben dem Platz. Das Gebäude steht noch und beherbergt heute die Geschäftsstelle des Vereins. Eröffnet wurde der Platz am 7. August 1920 als neue Spielstätte des SC Union Oberschöneweide, des Vorgängers des heutigen 1. FC Union.
Berühmt ist die Alte Försterei für den Umbau, den die Fans selbst gestemmt haben. 2008 und 2009 halfen rund 2.000 Freiwillige bei der Sanierung der Stehränge mit, zusammen leisteten sie etwa 140.000 Arbeitsstunden ohne Lohn. Im Juli 2009 wurde das modernisierte Stadion wiedereröffnet, 2012/13 kam die neue Haupttribüne dazu. Seitdem sind alle vier Seiten überdacht. Die Waldseite im Norden, die Gegengerade im Osten und die Wuhleseite im Süden sind reine Stehplatztribünen, der Stehblock der Gästefans liegt auf der Wuhleseite. Auf der Westseite steht die Haupttribüne mit VIP-Bereich und Sitzplätzen, auch für Gäste.
Der Ort ist mehr als ein Fußballplatz. Seit 2003 treffen sich Union-Fans im Advent zum Weihnachtssingen, 2015 kamen rund 28.500 Menschen. Zur WM 2014 stellten Berliner ihre Sofas auf den Rasen und schauten die Spiele auf der Großleinwand, bei den Partien der Nationalmannschaft waren rund 12.000 Gäste da. Linkin Park spielte am 3. September 2015 vor fast 25.000 Zuschauern, Rapper Finch füllte das Stadion am 3. und 4. Juli 2026 an zwei Abenden mit je 25.000 Fans. Seit der Saison 2024/25 tragen auch die Frauen des 1. FC Union ihre Heimspiele hier aus.
Wie viele Plätze hat das neue Stadion von Union Berlin?
Ursprünglich plante Union mit 40.500 Plätzen. Weil der Berliner Senat das Verkehrskonzept kritisch sah und kein Ausbau des Schienennetzes in Sicht ist, hat der Verein die Pläne 2025 auf 34.500 Plätze verkleinert: rund 18.800 Steh- und 15.700 Sitzplätze. Die Kosten liegen bei rund 190 Millionen Euro. Bei der Mitgliederversammlung im September 2026 kündigte Präsident Dirk Zingler an, dass der Umzug ins Olympiastadion erst Anfang 2028 kommt, weil Bäume auf der Baustelle nur ab November gefällt werden dürfen. Im Oktober 2026 bestätigte der Verein den Zeitplan: 18 Monate Olympiastadion ab der Rückrunde 2027/28, die Rückkehr ist zur Saison 2029/30 geplant.
Spiele im Stadion An der Alten Försterei 2026/27
Alle Heimspiele des 1. FC Union Berlin in der Saison 2026/27 in Bundesliga und DFB-Pokal, mit Ergebnissen und kommenden Terminen.
Anfahrt und Parken an der Alten Försterei
- S-Bahn: Mit der S3 Richtung Erkner bis S-Bahnhof Köpenick, von dort rund 15 Minuten zu Fuß über die Hämmerlingstraße. Aus Lichtenberg mit S5, S7 oder S75 bis Ostkreuz und dort in die S3 umsteigen. Vom Flughafen BER mit S45 oder S9 bis Schöneweide.
- Straßenbahn: Ab S-Bahnhof Schöneweide mit der Tram 60 (Richtung Friedrichshagen) oder 67 (Richtung Krankenhaus Köpenick) bis zur Haltestelle Alte Försterei direkt am Stadion.
- Auto: Über die A113 bis zur Abfahrt Berlin-Adlershof, dann über Spindlersfelder Straße und An der Wuhlheide. Rund ums Stadion gibt es nur wenige Parkplätze.
- Parken: Das Parkhaus Forum Köpenick steht an Spieltagen zur Verfügung und lässt sich online reservieren. Kostenlos parkt man am P+R-Parkplatz am S-Bahnhof Altglienicke und fährt mit der S-Bahn weiter.
- Behindertenparkplätze: mindestens 14 Tage vor dem Spiel über die Fanbetreuung anfragen.
Alle Details zur Anreise stehen beim 1. FC Union Berlin. Veranstaltungen und Stadionführungen bietet die Alte Försterei an.
Häufige Fragen zum Stadion An der Alten Försterei
Wie viele Zuschauer passen in die Alte Försterei?
Aktuell 22.012: 18.395 Stehplätze und 3.617 Sitzplätze. Bei Veranstaltungen mit Innenraum, etwa Konzerten, sind bis zu 28.000 Gäste möglich.
Wann zieht Union ins Olympiastadion?
Ab der Rückrunde der Saison 2027/28, die Miete im Olympiastadion läuft ab dem 1. Januar 2028. Union plant dort mit rund 18 Monaten und will zur Saison 2029/30 in die ausgebaute Alte Försterei zurückkehren.
Was kostet der Ausbau der Alten Försterei?
Veranschlagt sind rund 190 Millionen Euro. Danach soll das Stadion 34.500 Zuschauer fassen, rund 18.800 davon auf Stehplätzen.
Wie komme ich am schnellsten zum Stadion?
Mit der Tram 60 oder 67 ab S-Bahnhof Schöneweide bis zur Haltestelle Alte Försterei. Alternativ mit der S3 bis Köpenick und 15 Minuten zu Fuß.
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