Das Holstein-Stadion in Kiel ist seit 1911 die Heimat von Holstein Kiel und wird gerade bei laufendem Spielbetrieb zu einem neuen Stadion umgebaut. In der Saison 2026/27 passen wegen des Abrisses der Nordtribüne nur 11.700 Zuschauer hinein, 4.414 auf Sitz- und 7.286 auf Stehplätzen. Bis Ende 2030 soll die Kapazität auf 22.087 Plätze wachsen.
Holstein-Stadion: Daten und Fakten
| Verein | Holstein Kiel (2. Bundesliga) |
| Kapazität 2026/27 | 11.700 während des Umbaus, davon 4.414 Sitzplätze und 7.286 Stehplätze |
| Kapazität vor dem Umbau | 15.034 |
| Kapazität nach dem Umbau | 22.087, rund 56 Prozent Sitz- und 44 Prozent Stehplätze |
| Eröffnung | 15. Oktober 1911 als Holstein-Platz (3:4 gegen den Berliner FC Preussen) |
| Umbaukosten | Finanzierungsrahmen 75 Millionen Euro netto |
| Architekten Neubau | HPP Architekten, Ausführung Zech Sports GmbH |
| Eigentümer | Stadt Kiel (seit 1973) |
| Spielfeld | 105 x 68 Meter, Hybridrasen seit 2020 |
| Zuschauerrekord | 31.342 am 23. März 1951 gegen den Hamburger SV (3:3) |
| Adresse | Westring 501, 24106 Kiel (Stadtteil Wik) |
Am 15. Oktober 1911 weihte Holstein Kiel den Holstein-Platz mit einem 3:4 gegen den Berliner FC Preussen ein. Die Holztribüne für 200 Zuschauer kostete damals 5.700 Goldmark. Was folgte, ist eine Geschichte aus Rückschlägen: 1921 zerstörte eine Windhose die erste Tribüne, 1944 traf eine Bombe die zweite. Im Juni 1950 öffnete die neue Haupttribüne aus Stahlbeton, 1957 bekam Kiel eine der ersten Flutlichtanlagen Norddeutschlands. Seit 1965 heißt die Spielstätte Holstein-Stadion, einen Namenssponsor gab es nie.
Den Rekord stellten 31.342 Fans am 23. März 1951 beim 3:3 gegen den HSV auf, eine Zahl, die das heutige Stadion nicht annähernd erreicht. 1973 musste der verschuldete Verein das Gelände an die Stadt Kiel verkaufen. Ab 2006 wuchs das Stadion Stück für Stück mit Stahlrohrtribünen, eingeweiht mit einem 5:0 gegen den 1. FC Magdeburg. 2019 kam die Osttribüne für rund 4 Millionen Euro dazu, seitdem lag die Kapazität bei 15.034. Für die erste Bundesliga-Saison 2024/25 wurde für rund 1,8 Millionen Euro nachgerüstet: Flutlicht mit 1.600 Lux, mehr Presseplätze und ein größerer Gästebereich. Der Rasen wurde viermal als „Pitch of the Year“ ausgezeichnet, zuletzt für 2025/26.
Wie groß wird das neue Holstein-Stadion?
Nach der Saison 2025/26 begann der Abriss der Nordtribüne, an ihrer Stelle entsteht die neue Haupttribüne mit 3.200 Plätzen, geplant bis zum Frühjahr 2028. Danach folgen Westtribüne, Südtribüne und Osttribüne, bis Ende 2030 soll das Stadion fertig sein. Am Ende stehen 22.087 Plätze, darunter rund 2.000 VIP-Plätze und 124 Plätze für Menschen mit Behinderung, Gäste bekommen 800 Sitz- und 1.492 Stehplätze. Das Spielfeld rückt um 7,50 Meter Richtung Westen, hinter der neuen Haupttribüne entsteht ein Parkhaus mit 880 Stellplätzen. Den Rahmen von 75 Millionen Euro tragen Land, Stadt, Verein und private Geldgeber, darunter Gerhard Lütje.
Tribünen und Blöcke im Holstein-Stadion
Während des Umbaus wird auf drei Seiten gespielt. Die Fankurve ist die Westtribüne mit den Blöcken H und I. Die Südtribüne (Blöcke A bis G) ist die Haupttribüne mit VIP-Bereich. Auf der Osttribüne liegen die Gästeblöcke M (Stehplätze) und P (Sitzplätze) sowie der Lubinus-Familienblock U. Die aktuelle Aufteilung zeigt der Stadionplan 2026 von Holstein Kiel.
Spiele im Holstein-Stadion 2026/27
Alle Heimspiele von Holstein Kiel in der Saison 2026/27 in 2. Bundesliga und DFB-Pokal, mit Ergebnissen und kommenden Terminen.
Anfahrt und Parken am Holstein-Stadion
- Bus und Bahn kostenlos: Mit einer Eintrittskarte für ein Heimspiel fahren Holstein-Fans am Spieltag kostenlos mit Bus, Bahn und Fähre, auch aus Eckernförde, Rendsburg, Neumünster und dem Kreis Plön. Bei digitalen Tickets gehört ein Ausweis dazu. Gästetickets gelten nicht als Fahrschein.
- Shuttle: Die Linie X91 fährt vom Hauptbahnhof über Wilhelmplatz und Kronshagener Weg zum Stadion, acht Fahrten im 15-Minuten-Takt ab etwa zwei Stunden vor Anpfiff und direkt nach Abpfiff zurück.
- Auto: Aus Richtung Hamburg kurz vor Ende der A 215 der Beschilderung B76, Eckernförde, Olympiazentrum folgen, nach etwa 4 Kilometern Ausfahrt Wik/Universität.
- Parken: Am Stadion selbst gibt es kaum Platz. P1 Nikola-Tesla-Parkhaus (Koboldstraße 1, 583 Plätze) und P2 RBZ-Parkhaus (Westring 444, 150 Plätze) kosten am Spieltag je 5 Euro, P3 Lubinus ebenfalls 5 Euro.
- Fahrrad: Fahrradbügel am Stadion und am Westring, die Velorouten 2 und 10 führen direkt vorbei.
- Gästefans: Gästeparkplatz P4 an der Leibnizstraße (kostenlos, 1,8 Kilometer), von dort fährt ab zwei Stunden vor Spielbeginn ein Gästeshuttle.
Alle Details mit Lageplan der Parkplätze stehen auf der Seite Anreise und Parken von Holstein Kiel, den Baufortschritt dokumentiert der Verein unter Stadionumbau.
Häufige Fragen zum Holstein-Stadion
Wie hoch ist die Kapazität des Kieler Stadions?
Während des Umbaus 11.700 Plätze: 4.414 Sitz- und 7.286 Stehplätze. Vor dem Abriss der Nordtribüne waren es 15.034, nach dem Umbau sollen es 22.087 sein.
Wird in Kiel ein neues Stadion gebaut?
Ja, am alten Standort am Westring. Das Holstein-Stadion wird Tribüne für Tribüne neu gebaut, die Kosten liegen bei bis zu 75 Millionen Euro, fertig sein soll es Ende 2030. Gespielt wird während der gesamten Bauzeit weiter.
Wo ist der Gästeblock im Holstein-Stadion?
Auf der Osttribüne: Block M für Stehplätze, Block P für Sitzplätze. Der Zugang liegt an der Nordostecke, dort ist auch die Gästekasse.
Wann wird das Holstein-Stadion fertig?
Die neue Haupttribüne anstelle der Nordtribüne soll im Frühjahr 2028 fertig sein, das komplette Stadion bis Ende 2030.
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