Das Volksparkstadion in Hamburg-Bahrenfeld ist die Heimat des Hamburger SV, der 2026/27 wieder in der Bundesliga spielt. Rund 57.000 Fans passen hinein, und es werden bald mehr: Im September 2026 hat der HSV die Genehmigung für einen Ausbau auf über 60.000 Plätze bekommen.

Volksparkstadion: Daten und Fakten
| Verein | Hamburger SV (Bundesliga), seit 2025 auch die HSV-Frauen |
| Kapazität | 57.000, davon rund 10.000 Stehplätze |
| International | 51.500 Sitzplätze |
| Eröffnung | 1953, Neubau im laufenden Betrieb 1998 bis 2000 |
| Baukosten Neubau | rund 100 Millionen Euro |
| Dach | schlaich bergermann partner, 40 transparente Felder |
| Spielfeld | 105 x 68 Meter, Hybridrasen |
| Adresse | Uwe-Seeler-Allee 9, 22525 Hamburg |
Kaum ein Stadion in Deutschland hat so oft den Namen gewechselt: Aus dem Volksparkstadion wurden die AOL Arena (2001), die HSH Nordbank Arena (2007) und die Imtech Arena (2010). Seit 2015 heißt es wieder Volksparkstadion, möglich gemacht durch HSV-Investor Klaus-Michael Kühne. Mit der Rückkehr in die Bundesliga 2025 wurde der traditionelle Name für weitere drei Jahre gesichert.
Eröffnet wurde das Stadion 1953 für 76.000 Zuschauer. Die weitläufige Betonschüssel mit Laufbahn galt aber lange als stimmungsarm. Zwischen 1998 und 2000 baute man sie im laufenden Spielbetrieb zur reinen Fußballarena um und drehte dabei sogar das Spielfeld um 90 Grad. Für die EM 2024 wurde für rund 30 Millionen Euro modernisiert.
Jetzt folgt der nächste Schritt. Im September 2026 erhielt der HSV die Genehmigung, das Volksparkstadion auf mehr als 60.000 Plätze zu erweitern. Ein neues Stadion wird es nicht: Die zusätzlichen Plätze entstehen durch Umbauten in den bestehenden Tribünen, dazu kommen neue Sanitäranlagen. Finanziert wird das Projekt vom HSV Supporters Trust, einer Fan-Genossenschaft, die dafür Anteile am Verein erhält. Die ersten Arbeiten sind ab Oktober 2026 geplant und laufen schrittweise neben dem Spielbetrieb. Einen festen Endtermin gibt es noch nicht.

Große Fußballgeschichte hat der Volkspark reichlich erlebt. Bei der WM 1974 fand hier das einzige Länderspiel zwischen der DDR und der Bundesrepublik statt, bei der EM 1988 das Halbfinale, in dem die Niederlande Deutschland mit 2:1 schlugen. Es folgten fünf Spiele der WM 2006 und 2010 das Finale der Europa League. Bei der EM 2024 war Hamburg Schauplatz von vier Gruppenspielen und dem Viertelfinale Portugal gegen Frankreich, das Frankreich nach 0:0 im Elfmeterschießen gewann. Auch Konzerte haben Tradition: Den Anfang machte 1983 Supertramp vor rund 40.000 Zuschauern.
Spiele im Volksparkstadion 2026/27
Alle Heimspiele von dem Hamburger SV in der Saison 2026/27 in Bundesliga und DFB-Pokal, mit Ergebnissen und kommenden Terminen.
Sitzplan und Stadionplan des Volksparkstadions
Bild: Hamburger SV. Die aktive Fanszene des HSV steht in der Nordtribüne. Durch den laufenden Ausbau kann sich die Blockeinteilung ändern, den aktuellen Stand zeigt die Stadionseite des HSV.
Anfahrt und Parken am Volksparkstadion
- S-Bahn: Bis Stellingen, von dort mit dem Shuttlebus oder rund 20 Minuten zu Fuß. An Spieltagen fahren zusätzliche Shuttlebusse ab Othmarschen.
- Auto: Über die A7, Abfahrt Stellingen oder Volkspark. Rund um das Stadion und die benachbarte Barclays Arena gibt es große Parkplätze, die an Spieltagen früh voll sind.
- Tipp: Das Matchticket gilt beim HSV in der Regel auch als Fahrkarte im HVV.
Häufige Fragen zum Volksparkstadion
Wie viele Zuschauer passen ins Volksparkstadion?
Bei Bundesligaspielen rund 57.000, international 51.500, weil dann nur Sitzplätze erlaubt sind.
Wird das Volksparkstadion ausgebaut?
Ja. Seit September 2026 liegt die Genehmigung für mehr als 60.000 Plätze vor. Gebaut wird schrittweise ab Oktober 2026, bezahlt von der Fan-Genossenschaft HSV Supporters Trust.
Warum hieß das Stadion mal AOL Arena?
Von 2001 bis 2015 waren die Namensrechte verkauft, nacheinander an AOL, die HSH Nordbank und Imtech. Seit 2015 trägt das Stadion wieder seinen ursprünglichen Namen.
Welche großen Spiele fanden im Volksparkstadion statt?
Spiele der WM 1974 und 2006, das EM-Halbfinale 1988, das Finale der Europa League 2010 und fünf Spiele der EM 2024, darunter ein Viertelfinale.
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